Autokauf in Neuseeland

Solltet ihr euch dafür entscheiden, in Neuseeland zu leben und zu arbeiten, werdet ihr früher oder später merken, daß das Leben hier mit einem Auto um vieles einfacher und befreiender ist. Selbst in den Städten ist ein Auto von großem Nutzen, da die öffentlichen Verkehrsmittel nicht mit denen in Europa zu vergleichen sind.

Wenn ihr für mehr als einen Monat nach Neuseeland reist, solltet ihr euch gleich zu Beginn überlegen, ob der Kauf und anschließende Wiederverkauf eines Autos am Ende der Reise nicht günstiger ist, als sich für diesen Zeitraum ein Fahrzeug zu mieten. Die Automärkte in Neuseeland sind sehr aktiv.

Der eigentliche Ablauf des Autokaufs ist hier sehr einfach. Vereinfacht wird er vor allem dadurch, daß ein gekauftes Auto das Kennzeichen auch nach Eigentümerwechsel beibehält. Es sei denn, es handelt sich um ein personalisiertes Kennzeichen, das der Vorbesitzer nicht aufgeben möchte.

Die Angebote für Autos sind das ganze Jahr hindurch sehr akzeptabel. Die Preise für Wohnmobile hingegen steigen mit Beginn des Sommers, da zu dieser Zeit besonders viele Touristen nach Neuseeland kommen, mit dem Ziel, die Insel mit dem Wohnmobil zu erkunden. Ab März, mit Ende des Sommers, sinken dann die Preise für Wohnmobile wieder. Viele Reisende versuchen diese wieder zu verkaufen und da sie aufgrund ihres Rückfluges oft unter Zeitdruck stehen, bieten sie diese unter Umstzänden zu recht niedrigen Preisen an.

Die meisten angebotenen Fahrzeuge haben ein Automatikgetriebe und sind aus Japan importiert.  Außer daß einen die Namen der Autoradios oft an Sushi erinnern und man eventuell ein Pedal vermißt, ist nichts weiter ungewöhnlich an den Wagen.

Wo finde ich Fahrzeuge zum Verkauf?

Wir gehen einfach mal davon aus, daß ihr nicht plant euch gleich zu Beginn in Neuseeland einen neuen BMW zu kaufen. Deshalb beschäftigen wir uns hier auch nur mit Gebrauchtwagen.

Autoverkauf im Internet

Zu den bekanntesten Webseiten zählen  trademe.co.nz und turners.co.nz .

TradeMe ist eine Art neuseeländische Ebay-Version, bei dem so ziemlich alles erdenkliche angeboten und verkauft wird – Autos, Immobilien und Boote. Auf dieser Webseite findet ihr Angebote von Händlern, aber auch von Privatpersonen. Ungeachtet dessen, daß dieses Portal ermöglicht, das gewählte Auto sofort in den Warenkorb zu legen und zu kaufen, würden wir euch das nicht empfehlen. Kontaktiert lieber den Besitzer, seht euch das Auto an und verhandelt den Preis. Es kommt selten vor, daß ihr den Preis nicht noch ein bißchen runterhandeln könnt.

Turners bietet Fahrzeuge mittels Auktion an. Auf der Webseite könnt ihr feststellen, welche Fahrzeuge versteigert werden sollen, den Termin der Auktion und der erwartete Preis des Fahrzeuges. Vor der Auktion könnt ihr das Auto begutachten. Nachteil ist jedoch, daß der Käufer eine Gebühr an Turners zu zahlen hat. Diese berechnet sich aus dem versteigerten Preis. Andererseits zeigen die Erfahrungen unserer Freunde, daß der Kauf einschließlich Gebühr letztlich immer noch günstiger sein kann, als Angebote anderer Anbieter. Was die Qualität der angebotenen Fahrzeuge betrifft, so haben wir sowohl von guten wie auch von schlechten gehört. Man muß es einfach akzeptieren, daß einem niemand eine Garantie für ein 10 Jahre altes Auto geben, es hat eben immer ein bißchen mit Glück zu tun.

Viele Backpackers haben Gefallen daran gefunden, die Fahrzeuge von Reisenden zu kaufen, die das Land wieder verlassen. Inserate findet ihr z. B. in diversen Facebook Gruppen.

Gebrauchtwagenmärkte

Eine weitere Möglichkeit bieten sogenannte Car Fairs, also Verkaufsmärkte für Fahrzeuge. Sie finden an Wochenenden in größeren Städten statt. Ein Besuch bietet euch einen Überblick über die aktuellen Angebote und Preise. Car Fairs funktionieren in der Regel so, daß jeder, der sein Auto verkaufen möchte, gegen eine Gebühr das Fahrzeug ausstellen kann. Als Käufer ist der Zugang zum Gelände kostenlos. Dort habt ihr die Möglichkeit, die Fahrzeuge anzuschauen, Probe zu fahren und Fragen zu stellen. Ein neutraler Mechaniker kann gegen Bezahlung den technischen Zustand des Wagens prüfen. Dieser kann von einem Fahrzeug zum anderen sehr unterschiedlich sein, weshalb sich dieser angebotene Dienst wirklich lohnt, besonders wenn ihr eine stattliche Summe investieren wollt.

Details zu den Car Fairs in Auckland:

Car Fair Auckland

Autokauf in Neuseeland

Unseren Toyota Estima haben wir auf einem Car Fair in Auckland gekauft. Wir haben die Rücksitze ausgebaut und in der Garage von Freunden den Wagen eigenhändig in ein Wohnmobil umgewandelt.

Abwicklung des Autokaufs und worauf ihr achten solltet

Überprüfung des technischen Zustandes des Fahrzeugs

1. Auf dem Parkplatz

Im Internet findet ihr eine Fülle an Anleitungen und Checklisten von technischen Experten. Diese bieten Hilfe und Ratschläge, worauf man beim Autokauf zu achten hat bzw. was man überprüfen sollte. Wir als Laien halten uns zumindest an folgende Punkte:

  • Hat das Auto mehr rostige Stellen als ihr aufgrund seines Alters erwarten dürftet?
  • Aus Sicherheitsgründen und für die Preisverhandlung solltet ihr nach Anzeichen eines Unfalls suchen, wie z.B. repariertes Metall usw.
  • Springt das Auto beim Start sofort an oder benötigt es einige Versuche? Dies verrät euch viel über den Zustand der Batterie.
  • Überprüft die Leistung der Klimaanlage, diese ist im Sommer fast unentbehrlich.
  • Überprüft den Motorraum und sucht nach Anzeichen von auslaufenden Flüssigkeiten, insbesondere nach Ölflüssigkeit (defekter Kühler und der gleichen). Stand das Auto für längere Zeit an einer Stelle, so überprüft, ob sich darunter nicht eine Pfütze (außer von Wasser der Klimaanlage) gebildet hat.
  • Die Reifen sollten das gleiche Muster auf jeder Achse vorweisen (d.h. auf beiden Vorder-, wie auch auf beiden Hinterreifen) und eine angemessene Profiltiefe haben. Aus Sicherheitsgründen während der Fahrt ist es besser, wenn alle vier Reifen ein identisches Muster und eine etwa gleiche Abnutzung haben.
  • Ersatzreifen – ist nicht zwingend erforderlich, jedoch äußerst empfehlenswert. Auf einer einsamen Straße im Nirgendwo ohne Ersatzreifen zu sein, ist keine angenehme Vorstellung. Wenn euer Auto keines besitzt, so empfehlen wir euch, Geld dafür zu investieren und dies auch beim Aushandeln des Kaufpreises zu berücksichtigen.
  • Ist ein Autoradio für euch wichtig, so solltet ihr bei importierten Autos überprüfen, ob diese den kompletten UKW-Bereich empfangen können. Eine Reihe japanischer Autos haben dahingehend nur begrenzte Möglichkeiten.

2. Während der Probefahrt

Auch hier könnt ihr Expertenratschläge im Internet finden, jedoch haben uns die folgende Punkte jedes Mal sehr dabei geholfen, das richtige Auto zu finden:

  • Stellt sicher, daß euch persönlich das Auto während der Fahrt zusagt: Beschleunigung, allgemeine Handhabung, Wendigkeit beim Einparken.
  • Überprüft, wie sich das Auto lenken läßt, insbesondere ob sich die Räder bei vollem Lenkeinschlag drehen und nicht hängen bleiben und ob beim wechselnden Drehen von links nach rechts (S-Kurve) die Räder nicht vibrieren.
  • Stellt fest, wie sich das Auto im Stadtverkehr, sowie außerhalb der Stadt verhält. Hört auf das Geräusch des Motors und prüft, ob die Schaltung des Getriebes sich nicht ruckartig verhält.
  • Überprüft die Bremsen des Autos: wie schnell reagieren sie, ist ein pfeifendes oder metallisches Geräusch hörbar.
  • Versucht auf einem Hügel anzuhalten und wieder zu starten: das Auto sollte beim Lösen der Bremsen nicht zurückrollen und natürlich sollte dabei der Motor auch nicht ausgehen.

3. Unabhängige Auswertung eines Mechanikers

Sind die oben durchgeführten Schritte positiv verlaufen, solltet ihr überlegen, in die Begutachtung eines neutralen Mechanikers zu investieren. Diese kostet ca. NZ$140 und hilft dabei, versteckte Schäden aufzudecken, die man als Laie nicht unbedingt entdeckt. Hat das Fahrzeug keine aktuelle „Warrant of Fitness“ (ähnlich der deutschen TÜV Plakette) von den Organisationen AA oder VTNZ, ist das ein weiterer Grund dafür, das Fahrzeug begutachten zu lassen. Desgleichen wenn ihr das Auto von einer Privatperson und nicht beim Händler kaufen wollt. Wie ihr noch erfahren werdet, seid ihr im Falle von Schwierigkeiten weder beim Privatkauf noch beim Händler geschützt.

Hinweis: Als Händler gelten nicht nur Verkäufer neuerer Fahrzeuge, sondern auch Verkäufer auf Automärkten oder auf Car Fairs. Das Gesetz definiert genau, wann der Verkäufer sich als Händler registrieren muss (hängt von der Anzahl verkaufter Fahrzeuge ab). Wer diese Bedingungen mißachtet, muß mit hohen Geldstrafen rechnen.

Überprüfung der gesetzlichen Anforderungen

WoF und Registrierung könnt ihr direkt am Fahrzeug an zwei Aufklebern überprüfen. Die WoF ist im allgemeinen am glaubwürdigsten bei den großen Organisationen AA und VTNZ erhältlich.

Wenn ihr Geld und Energie sparen möchtet, könnt ihr per www.motorweb.co.nz einen Bericht anfordern, der all die aufgeführten Informationen inklusive Anzahl der Voreigentümer in Neuseeland und wie lange diese jeweils das Fahrzeug besessen haben auflistet. Ihr benötigt dazu lediglich das Kennzeichen das Fahrzeugs und $NZ20.

Kauft ihr beim Händler so sollte das Datum der letzten WoF nicht älter als einen Monat sein. Wenn dem nicht so ist, benötigt der Händler eine schriftliche Bestätigung, daß ihr mit dieser Tatsache einverstanden seid. Aus eigener Erfahrung mit Car Fairs können wir sagen, daß die Händler billiger Autos euch meist vor vollendete Tatsachen stellen.

Ich möchte ein Auto kaufen, welche Schritte muß ich unternehmen?

Vertrag

Die NZ Transport Agency führt ein Register der Personen, die verantwortlich für den Betrieb eines Fahrzeuges sind. Dieser Person werden Strafen, Zahlungsaufforderungen usw. zugesandt. Dies ist jedoch kein Register der Inhaber des Fahrzeuges. Zu Zwecken des Eigentumsnachweises und der Verkaufsbedingungen ist es daher ratsam, einen Kaufvertrag zu erarbeiten, in dem diese deutlich festgesetzt werden.

Ein derartiger Vertrag kann ein formloses Blatt Papier sein, in dem der Verkäufer erklärt, daß er der alleinige Eigentümer des Fahrzeuges ist (was sich am Nummernschild überprüfen läßt), daß auf dem Auto keine Schulden lasten und er von euch die Gesamtsumme des Kaufpreises für das Fahrzeug erhalten hat und dieses somit jetzt euch gehört. Es empfiehlt sich, Name und Führerscheinnummer das Verkäufers hinzuzufügen, sowie das Datum und die Unterschrift. Kauft ihr bei einem Händler, so laßt euch eine vollständige Kopie des Customer Information Notice (CIN) Dokuments erstellen, das grundlegende Informationen über das Auto zusammenfaßt.

Vermeldung des Kaufs bei der NZ Transport Agency

Käufer wie auch Verkäufer müssen unabhängig voneinander die NZ Transport Agency über die Transaktion informieren. Personen mit neuseeländischem Führerschein können ihren Teil der Transaktion online vermelden ( Formular für den Verkäufer,Formular für den Käufer ).

Besitzt der Verkäufer bzw. Käufer keinen neuseeländischen Führerschein, muß dies bei der Post erledigt werden. Im Falle des Verkäufers ist dies einfach. Dieser muß einfach das Formular MR13A (erhältlich bei jedem Postamt) ausfüllen, in einen Umschlag legen und mit der Post an die angeführte Adresse verschicken.

Für den Käufer ist es etwas komplizierter. Dieser muß das Formular MR13B ausfüllen und es persönlich bei der Post oder in einer Geschäftsstelle der AA abgeben. Zur Identitätsprüfung wird euer Paß benötigt und eine Gebühr für die Transaktion von etwa NZ$9 erhoben.

Kauft ihr euer Auto bei Car Fairs, so gibt es in der Regel einen Stand, an dem gegen eine Gebühr die Übertragung des Eigentums angeboten wird. Wir raten jedoch von diesem Dienst ab, da ihr die Ummeldung günstiger selbst online erledigen könnt, wenn ihr einen neuseeländischen Führerschein besitzt. Wenn nicht, dann ist auch dieser Dienst nicht von nutzen (s.o.).

Habe ich für ein gekauftes Auto eine Garantie?

Je nachdem, ob ihr euren neuen Gebrauchtwagen von einem Händler oder einer Privatperson kauft, variiert euer Schutz, falls bei dem Auto etwas nicht wie erwartet funktioniert.

Kauf von einem Händler

Der Händler muß während des Verkaufs eine sogenannten “Consumer Information Notice” (CIN) vorweisen. Diese enthält eine Menge Informationen über das Fahrzeug, einschließlich:

  • Name und Adresse des Händlers
  • Die Registriernummer des Händlers im Motor Vehicle Trader Register
  • Der Preis des Autos inklusive Mehrwertsteuer und sonstige Registrierungen oder Lizenzkosten
  • Ob auf dem Fahrzeug Schulden lasten
  • Jahr des Fahrzeugmodells und das Jahr der neuseeländischen Erstzulassung (für vor 2007 zugelassene Fahrzeuge. Für Fahrzeuge, die nach diesem Datum registriert wurden, das generelle Datum der Erstzulassung).
  • Informationen über Fahrzeugtyp, Modell, Motortyp
  • Kilometerstand
  • Informationen darüber, ob das Fahrzeug zugelassen ist
  • Informationen darüber, ob das Fahrzeug beschädigt / zerstört importiert wurde
  • Informationen über die WoF

Mit dem Kauf solltet ihr eine Kopie des Reports erhalten, die ihr auf jeden Fall aufbewahren müßt. Sollte sich zu einem späteren Zeitpunkt herausstellen, daß die Informationen irreführend waren, könnt ihr Forderungen beanspruchen. Besteht daher auf alle Fälle auf diesen Bericht, wenn ihr bei einem Händler kauft.

Der Händler ist dazu verpflichtet Fahrzeuge anzubieten, deren Beschreibung korrekt ist sowie Qualität und Zustand dem Alter und Preis entsprechen. Auch sollten sich nicht noch weitere Mängel herausstellen, auf die vor dem Verkauf nicht hingewiesen wurde. Weigert sich der Händler, seinen Verpflichtungen nachzukommen, so könnt ihr Beschwerde bei dem Motor Vehicle Disputes Tribunal einreichen.

Kauf von einer Privatperson

Kauft ihr bei einer Privatperson, so erhaltet ihr in Zusammenhang mit dem Auto keine Garantie. Schadensersatz könnt ihr einzig erheben, wenn der Kauf aufgrund falscher Informationen stattgefunden hat und ihr dies belegen könnt. Eure Rechte diesbezüglich könnt ihr beim Gerichtshof für Rechtsstreit ersuchen. Im Falle von Streitigkeiten hilft einzig das sogenannte Contractual Remedies Act

„As is where is“ – Käufe

Einige Autos werden im Zustand “As is where is” verkauft. In diesem Fall heißt es im wesentlichen seitens des Verkäufers: “Hier ist das Auto, begutachte es, bezahle es, nimm es mit und melde dich nicht mehr bei mir.” Mit anderen Worten, kauft ihr ein Auto im Zustand “As is where is”, so ist die Garantie gleich Null. Beim Verkauf als “As is where is” benötigt das Auto nicht einmal eine gültige WoF.  Ansonsten ist im Gegensatz zu oben beschriebener “Garantie” der Unterschied zu Privatverkäufern nicht groß.

Der Kauf bei einem Händler im Zustand “As is where is” entbindet auch von der Verpflichtung einer gültigen oder weniger als einen Monat alten WoF. Weiterer Verbraucherschutz wie oben erwähnt, bleibt mit dem Kauf beim Händler in Kraft. Leider versuchen die Autohändler auf den Märkten stets das Gegenteil zu behaupten.

Ich habe ein Auto, was kommt als nächstes?

Autoversicherung

In Neuseeland gibt es keine zwingend vorgeschriebene Kfz Versicherung. Doch natürlich muß ein selbst verursachter Schaden gezahlt werden. Deshalb lohnt es sich, eine der vielen Versicherungsgesellschaften in Erwägung zu ziehen, also eine sogenannte „third party insurance cover“. Diese Versicherungen enthalten zu meist auch eine Absicherung für Schäden an eurem Auto, die durch einen nicht versicherten Fahrer entstanden sind, von dem ihr unter Umständen auch keine Schadenrückerstattung erwarten könnt. Das beste Preis-Leistungsverhältnis erhielten wir bis jetzt immer bei der AA Insurance, die zudem zu den Marktführern gehören. Dennoch solltet ihr mehrere Versicherungsgesellschaften vergleichen und letztlich die Versicherung wählen, die für eure konkrete Situation am vorteilhaftesten ist.

Technische Überprüfung und Registrierung des Fahrzeugs

Jedes Auto muß eine gültige technische Überprüfung haben, eine sogenannte  Warrant of Fitness. Die Gültigkeit eines WoF Intervalls hängt mit dem Alter des Fahrzeuges zusammen. Das Ablaufdatum ist an dem Aufkleber auf der Windschutzscheibe eures Fahrzeuges sichtbar. Eine Prüfung und Ausstellung einer WoF kann von vielen Autowerkstätten erledigt werden.

Das Fahrzeug muß auch eine gültige Registrierung haben. Das Ablaufdatum ist ebenfalls am Aufkleber eurer Windschutzscheibe zu finden. Verlängern kann man die Registrierung online auf der NZ Transport Agency Webseite, bei der Post oder bei Organisationen wie AA, VINZ, VTNZ. Über den Onlineweg erhaltet ihr das Zertifikat binnen 5 Werktagen per Post, jedoch solltet ihr die Bestätigungsmail in der Zwischenzeit bei euch führen, welche von der Polizei durchaus akzeptiert wird.

Vorgeschriebene Fahrzeugausstattung in Neuseeland

Dieses Thema ist an eine amüsante Geschichte unserer Freunde aus der Slowakei gebunden. Bei dem Kauf ihres ersten Autos fragten sie den Händler, ob das Auto die obligatorische Ausstattung besitzt und ob sie diese gemeinsam überprüfen könnten.

Worauf der Händler mit verwundertem Blick fragte:“ What do you mean – engine?“. Mit solchen Nachfragen können die Neuseeländer nichts anfangen und sie werden unter Umständen recht humorvoll beantwortet. Grund dessen: es gibt keine vorgeschriebene Ausstattung. Dennoch empfehlen wir die Anschaffung einer Reflektionsweste, eines Überbrückungskabels und Wagenhebers. Bezüglich des Wagenhebers paßt wiederum eine Geschichte unserer Freunde…. Denn wenn ihr nicht im Zentrum von Wellington mit eurem Auto auf dem Wagenheber stehend Fragen wie „Are you ok, mate?“ von hunderten für den Theaterabend hergerichteten Kiwis beantworten möchtet, so solltet ihr auch den passenden Schlüssel für die Muttern an den Rädern mitnehmen….

Wir empfehlen zusätzlich auf jeden Fall einen Pannenhilfedienst zu arrangieren. Für neuseeländische Bedingungen ist dieser nicht sehr teuer. Dagegen kann das Abschleppen eines Autos von der Auckland Harbour Bridge ohne Pannenhilfedienst sehr teuer werden – eine Freundin von uns kann euch das bestätigen!

Marktführer der Pannendienste ist ebenfalls AA, die diese in Form einer Klubmitgliedschaft anbieten. Somit ist der Dienst direkt an die Person und nicht das Fahrzeug gebunden. So könnt ihr auch beruhigt sein, wenn ihr mit einem fremden Auto unterwegs seid. Die aktuellen Preise findet ihr auf der AA Webseite. Ähnliche Dienste werden natürlich von mehreren Organisationen angeboten.

Möglicherweise fragt ihr euch, warum wir Überbrückungskabel und Wagenheber und zugleich ein Arrangement mit dem Pannenhilfedienst empfehlen. In Neuseeland werdet ihr mit dem Auto durch viele Orte reisen, die oftmals keinen Empfang für mobile Netzwerke haben. Und ohne Empfang wird es schwer werden, den Pannendienst zu erreichen. Darüber hinaus, wenn ihr häufig auftretende Probleme wie z.B. eine defekte oder leere Batterie selbst oder mit Mithilfe anderer lösen könnt, erspart ihr euch viel Zeit und Nerven.

Wir wünschen euch viele glückliche und sichere Kilometer!

Anfrage zum Fahrzeugverleih

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Rabatt für die Fähren

Bluebridge

Wie kann man in Neuseeland sparen?

Neuseeland gilt als eines der teuersten Länder, sowohl zum Reisen wie auch um sich dort niederzulassen. Das bedeutet aber nicht das es hier nicht möglich ist sich ein Auto mit vollem Tank für einen Dollar pro Tag zu mieten oder eine kostenlose Unterkunft mit Essen und Erfahrungen lokaler Farmerfamilien zu erhalten. Unser Artikel verrät euch wie man kostenlos einen hot pool genießen kann und auf Attraktionen wie bungee-Jumping bis zu 75% Rabatt bekommt.

Wie man ein Auto für einen Dollar mietet

Autoverleihe müssen ihre Fahrzeuge häufig an andere Orte befördern, wo die Nachfrage größer ist. Wenn viele ihrer Kunden ein Auto in Auckland benötigen, eine große Anzahl ihrer Fahrzeuge sich jedoch gerade in Christchuch ansammelt, so muss ein Transport zurück organisiert werden. Um die Kosten hierfür zu minimieren, bieten diese eine Autovermietung für einen 1,- NZD pro Tag, inklusive vollen Tank wenn das Auto von A nach B überbracht wird. Die Entfernung der Standorte bestimmt die maximale Anzahl der Tage die möglich sind um das Fahrzeug zu benutzen. Oftmals ist es auch möglich für eine zusätzliche Verlängerung der Anleihe zu zahlen. Für den Transport zwischen den Inseln ist oftmals noch ein kostenloses Ticket für die Fähre inklusive.

Die besten persönlichen Erfahrungen haben wir mit der Webseite TransferCar gemacht, die Angebote mehrerer Vermieter sammelt. Das Angebot ist sehr Aktuell und Anforderungen sind relativ schnell bestätigt. Eine weitere Webseite die mehrere Vermietungsangebote sammelt ist Imoova. Die Buchungsbestätigung hat in unserem Fall etwas länger gedauert und manche der angebotenen Fahrzeuge standen schon nicht mehr zur Disposition. Jedoch bemühten sie sich eine alternative anzubieten. Großer Vorteil dieser Webseite ist, dass auch Angebote für Verlagerungen nach Australien angeboten werden.

Toyota Estima
Der einfachste Weg Neuseeland zu bereisen ist ein Wohnmobil zu mieten… es geht sogar kostenlos, wenn man weiß wie.

Beachte auch, dass stets nach den effektivsten Methoden gesucht wird um die Fahrzeuge zu verlagern und sich dies je nach aktuellen Bedarf ständig ändert. Es kann auch passieren das ihr euch ein kompaktes Auto reserviert und plötzlich einen neuen 8er Van mit nur zweitausend Kilometern transportieren müsst. So ist es uns ergangen und im ersten Moment überlegten wir, ob wir nicht lieber aufgeben sollten und per Anhalter fahren sollten. Letztlich war es dann aber ein tolles Erlebnis.

Solltet ihr während eurer Reise zeitlich beeinträchtigt sein, ist es jedoch besser sich nicht auf diese Angebote zu verlassen, sondern lieber rechtzeitig einen Mietwagen im Verleih zu reservieren. Es lohnt sich, sich vor dem Flugticketkauf Gedanken über die Reisepläne und der damit zusammenhängenden Autovermietung Gedanken zu machen. Denn eine geeignete Kombination der Anflug- und Abflugorte mit den Orten an denen ihr das Leihauto ausleiht und wieder zurück gibt, kann euch Geld und wertvolle Reisezeit ersparen. Beachtet auch, dass die Verleihung außerhalb der Saison günstiger ist. Bei der Suche nach einem geeigneten Mietwagen helfen wir euch gerne.

Für die abenteuerlustigen Urlauber bietet sich auch die Möglichkeit ein Auto zu kaufen und am Ende des Aufenthaltes wieder mit einem minimalen Verlust zu verkaufen. Wenn ihr für mehr als einen Monat kommt ist es auf jeden Fall eine Überlegung wert. Weiteres über den Prozess des Autokaufs und -verkaufs findet ihr in unseren Artikel Autokauf in Neuseeland.

Benzin Rabatt

Habt ihr schon einen fast kostenlosen Mietwagen, so stellt sich die Frage, wie man beim Benzinkauf sparen könnte. In der Regel sind die Benzinpreise in den größeren Städten billiger, je versunkener das Dorf um so teurer das Benzin.

Bei den Tankstellen BP und Caltex könnt ihr euch eine AA Smartfuel Karte besorgen, diese ermöglicht euch einen Rabatt auf Benzin. Punkte auf diese Karte könnt ihr auch beim einkaufen in den Supermärkten Countdown sammeln. Oftmals werden diesbezüglich auch spezielle Aktionen gemeldet, beim Einkauf über einem bestimmten Betrag könnt ihr mit einem Rabatt tanken.

Freie Unterkunft und Essen

Unterbringungen stellen einen wesentlichen Teil der Kosten für die meisten Reisenden dar. Währenddessen leben viele Neuseeländer auf wunderschönen, einsamen Flecken Neuseelands und halten eine Menge Vieh. Möchten diese in den Urlaub fahren stellt sich oftmals die Frage, wer sich dann um diese kümmern kann. Auf der Webseite kiwihousesitters.co.nz könnt ihr eine Residenz für euren Bezug finden. Einzig die Haustierchen, das Vieh und der gleichen des Eigentümers müsst ihr versorgen. Auf diese Weise haben wir zwei wunderschöne Monate auf der Insel Great Barrier verbracht.

Eine weitere Möglichkeit bietet das sogenannte WWOOFing. Die ursprüngliche Idee ist die, in Biobetrieben für in der Regel 4-6 Stunden zu arbeiten und im Gegenzug anstelle von Geld, eine freie Unterkunft und Verpflegung zu erhalten. Heute könnt ihr nach der Registrierung bei Wwoof.nz (Mitgliedschaft für 40 NZD / Jahr) auch andere Unternehmen finden, die Unterkunft und Verpflegung gegen Arbeit anbieten. Dort sahen wir Anzeigen für Dreharbeiten von Werbespots für das Yoga-Zentrum bis Arbeiten im Café.  Wir selbst haben das Leben auf einem Bio-Bauernhof mit Pension ausprobiert. Nicht nur das wir Gelegenheit hatten jeden Tag die Errungenschaften die das Leben auf der Farm mit sich bringt zu erleben, sondern auch unsere Gastgeberin Glen vorbereitete jeden ihrer Gäste der Pension ein Abendessen, bei dem wir nie fehlen durften. Jeden Abend trafen sich dort neue Leute aus der ganzen Welt und erzählten von ihren Reiseerlebnissen.

Ähnlich arbeiteten auch internationale Projekte wie Workaway.info oder  Helpx.net.

Achtung: Woofing wirbt neuseeländische Immigranten für Arbeit an, denn im Austausch gegen Arbeit erhaltet ihr Unterkunft und Verpflegung. Korrekt gesehen solltet ihr also ein Visum haben, das euch erlaubt auf Neuseeland zu arbeiten (z.Bsp. Working Holiday Visum).

Eine weitere gute Möglichkeit bei der Unterkunft zu sparen ist, wenn man sich als Freiwilliger bei der DOC – Behörde des öffentlichen Dienstes meldet. Diese bemühen sich um die Erhaltung und Instandhaltung von Trecks, Hütten, Lager und Camps und gewährleistet so den Schutz der neuseeländischen Landschaft. Anmelden könnt ihr euch über die Webseite von DOC. Jedoch müsst ihr euch früh im Voraus melden. Wir planten “Leuchtturmwärter” und  “Aufpasser” für  gelbe Pinguine in der südlich gelegenen Gegend Catlin auf der Südinsel zu werden, jedoch hat ein schnellerer Interessent die Stelle bekommen.

Auckland
Das Leben in den Städten Neuseelands ist teuer, vor allem in Auckland… wie wäre es also mit einer kostenlosen Unterkunft über housesitting?

Hat euch nichts von dem oben genannten zugesagt, so solltet ihr zumindest eine Unterkunft in einem der DOC Camps ausprobieren. Viele sind in Gegenden untergebracht wofür jedes Luxushotel und jede Pension neidisch wäre. Dafür wird es euch nicht einmal stören, dass ihr euer Wasser aus einem Bach herbringen müsst, auf eine trockene Toilette gehen müsst und euch in einem See oder Fluss (manchmal Gletscher) waschen müsst. Die Preise der Unterbringung fangen bei 6 NZD pro Person und pro Nacht an. Die mehr ausgerüsteten Camps mit Dusche und Toilette kosten in der Regel mehr.

Einkaufen in Neuseeland

Lebensmittel sind in den Ketten Pak’nSave und Countdown oder direkt vom Bauern am günstigsten. Diese verkaufen ihre Überschüsse häufig in Ständen direkt am Straßenrand. Nahrungsmittelketten wie Countdown und New World haben Treuekarten (letztere nur auf der südlichen Insel), die auf ausgewählte Waren Rabatte ermöglichen. In den Supermärkten findet man zudem Ermäßigungen auf Lebensmittel mit baldigen Ablaufdatum.

Benötigt ihr irgendwelche Klamotten für wenig Geld, so besucht die neuseeländische Form des Secondhandshops, dem sogenannten op shops. Oder geht zu Kmart oder Warehouse, dort findet ihr auch günstige Outdoor-Ausrüstung und Möbel.

Grillen im ganzen Land

Für die Liebhaber des Grillens haben wir eine gute Nachricht – entlang Neuseelands findet ihr frei verfügbare Grills, in der Regel kostenlos, manchmal auch für nur für eine 2 Dollarmünze. Ihr könnt diese in den Städten, in Parks und am Strand finden. Und es ist erstaunlich wie sauber die Kiwis die Grills nach Gebrauch wieder hinterlassen.

Kostenlos in heiße Quellen baden

Die Tatsache das Neuseeland an der Grenze der tektonischen Platten liegt, bringt Unannehmlichkeiten wie Erdbeben mit sich. Geothermale Energie bedeutet jedoch auch Hitze und damit auch heiße Quellen, sogenannt hot pools. Also falls ihr die Sehnsucht nach einem warmen Bad in den heißen Quellen verspürt, so findet ihr auf der Webseite NZHotPools eine Liste von fast allen heißen Quellen in Neuseeland. Dort findet ihr heiße Quellen aller Arten, einschließlich den kostenlosen.

Rückblickend, war die größte Belohnung für uns die heiße Quelle bei Welcome Hut auf der Copland Track. Denn diese Quelle hatten wir uns wirklich verdient. Und überall um uns herum in der Quelle war eine wunderschöne Aussicht auf die Berge….

In den geothermischen Gebieten um Rotorua und Taupo werdet ihr viele heiße Quellen finden, oftmals sogar kostenlos.
In den geothermischen Gebieten um Rotorua und Taupo werdet ihr viele heiße Quellen finden, oftmals sogar kostenlos.

Unterhaltung und Sehenswürdigkeiten

Wenn ihr die klassischen Führungen durch Neuseeland die meist einem Telefonbuch mit Auflistung verschiedener Attraktionen und Aktivitäten ähnelt außen vorlasst, werdet ihr feststellen das man die schönsten Plätze Neuseelands oftmals für fast umsonst entdecken kann – auf den Trekking- und Wanderrouten. Weniger beliebte Ferienhäuser müssen nicht im Voraus gebucht werden.

Für 92 NZD könnt ihr euch im DOC Büro einen halbjährigen Backcountry hut pass (für 122 NZD Ganzjährig) kaufen. Dieser ermöglicht es euch in den Hütten kostenlos zu übernachten, die man nicht vorher buchen muss. Der Grund weshalb einige Hütten beliebter sind und manche nicht liegt meistens daran, dass zum Glück die Herausgeber von Reiseführern diese einfach unerwähnt lassen. Die Ausblicke und Erlebnisse auf diesen Wegen sind oftmals sogar besser, als die der beliebten Great Walks. Vielleicht liegt es daran, dass man nicht im voraus buchen muss, so seid ihr ungebunden und könnt weiter gehen wenn das Wetter schön ist. Und zu guter Letzt, weil ihr dort Leute trefft die ebenfalls die Erkundung der Natur lieben.

Doch der Mensch ist ein soziales Tier uns so hat er das Bedürfnis den neuseeländischen Busch ab und an zu verlassen um ein Bier, gutes Abendessen oder  sich ein schönes Erlebnis zu gönnen an das man sich noch den Rest seines Lebens erinnert, ob es nun mit Delphinen schwimmen ist oder Bungee-jumping.

Möchtet ihr ein Bier trinken gehen, so beginnt in vielen Bars zwischen 16-17 Uhr die Happy Hour, in der die Preise deutlich sinken und das klirren der Gläser lauter wird. In unserer Lieblingsbar in Auckland werden um diese Zeit die Bierkrüge gefüllt. Und das in einem Land, indem bei einer Bierbestellung ein kleines Glas mit goldener Flüssigkeit ohne Schaum gefüllt wird, ein wirkliches Erlebnis.

Eine Fülle an Attraktionen könnt ihr mit hohen Rabatt über die Webseite bookme.co.nz  buchen. Die Rabatte erreichen bis zu 75%. Weitere beliebte Rabattwebseiten sind GrabOne oder Groupon. Zu unseren beliebten Begleitern gehören auch sogenannte Entertainment Books, die ein gutes Angebot mit Ermäßigungen für Unterhaltung, Essen und Kaffee auflistet. Dabei handelt es sich um Bücher oder mobile Apps für die verschiedenen Regionen Neuseelands. Diese kosten um die 49 – 59 NZD und sind voller Rabatte und Coupons. Manchmal lohnt sich der Preis des Buches schon für den Besuch einer Attraktion mit der Ermäßigung zwei für den Preis von einem. Zudem gehen 10 NZD vom Verkaufspreis des Buches an wohltätige Zwecke.

Viele Attraktionen könnt ihr billiger genießen, Dank vieler Rabatt – Portale.
Viele Attraktionen könnt ihr billiger genießen, Dank vieler Rabatt – Portale.

Günstige Flüge und Inlandsflüge entlang Neuseeland

Ein unerheblicher Betrag der euer gesamtes Budget beeinträchtigt ist das Flugticket nach Neuseeland. Ein Flugticket für eine Dollar bekommt man wohl nirgends, jedoch tauchen ab und zu Angebote zum super Preis auf. Solltet ihr Interesse an einem individuellen und freundschaftlichen Ansatz und Tickets zu Sonderpreisen haben, sendet uns eine vorläufige Anfrage. Auf Flugtickets nach Neuseeland sind wir spezialisiert und mit den Fluggesellschaften haben wir spezielle Preise ausgehandelt, auf Grund dessen bieten wir die niedrigsten Preise die auf dem Markt erhältlich sind an. Wir können eine kostengünstige Kombination von Flügen anbieten, die automatische Suchmaschinen nicht bieten können.  Zum Unterschied zu anderen Agenturen sind wir in der Lage Anschlussflüge nach Neuseeland unter vergünstigten Bedingung und Einzelflüge nach Australien und überall in die Welt anzubieten.

An Flügen entlang Neuseeland, Australien und den pazifischen Raum könnt ihr auch auf einfachem Weg allein sparen:

  • Registriert euch bei Air New Zealand um Neuigkeiten zu erhalten ( ob nun Anmeldung in eine Treueprogramm oder einfacher Facebook Nachrichten). So erfahrt ihr rechtzeitig von angebotenen Rabatten, ob nun Inlandsflüge, Flüge nach Australien, Pazifik oder anderswohin.
  • Günstigsten Tickets von Air New Zealand könnt ihr über Grabaseat.co.nz finden, insbesondere dort wo Inlandsflüge schon lange im voraus ausverkauft sind, bekommt ihr dort sehr günstig.
  • JetStar vergünstigt jeden Freitag – Friday Frenzy zwischen 16-20 Uhr NZ Zeit, ausgewählte Flüge. Normalerweise erhält man keine vergünstigten Tickets in letzter Minute, aber Flüge bis zu 6 und mehr Wochen im Voraus. Es ist jedoch keine in den Stein gemeißelt Regel.

Reiseversicherung

In Neuseeland existiert das System ACC, welches medizinische Kosten für Verletzungen im Neuseeländischen Gebiet für alle die hier angesiedelt sind (auch Touristen, etc.) deckt. Jedoch schließt das keine Kosten für vorherrschende Krankheiten oder Rückführungen nach Hause ein und somit braucht ihr eine Reiseversicherung. An einer Reiseversicherung zu sparen lohnt sich nicht. Jedoch zählt bei Versicherungen nicht das der höhere Preis gleich die höhere Qualität birgt.

Mit DeustcheKiwis haben wir für euch Versicherungsbedingungen von A – Z studiert und den Versicherungen eine Reihe von neugierigen und stichelnden Fragen gestellt. Erst danach haben wir den besten Versicherungen grünes Licht gegeben. So bieten wir eine Auswahl an Versicherungen an, die eure Aktivitäten, wie auch jegliche Arbeiten deckt und nicht euer ganzes erspartes Geld verschlingt. So könnt ihr eine jährliche Reiseversicherung bei True Traveller für einen Preis von ca. 265 Euro (mit manueller Arbeit ab ca. 345 Euro) abschließen. Mehr über Reiseversicherungen könnt ihr hier nachlesen.

Am Flughafen und Ankunft in Neuseeland

Die Ankunft in einem neuen Land am anderen Ende der Welt kann nach einem langen Flug und der Zeitverschiebung etwas stressig sein. Auch das sehr gründliche Einreiseverfahren und die sogenannte Biosicherheitskontrolle machen dies nicht einfacher. Doch keine Sorge, mit unserem Artikel werdet ihr auf alles bestens vorbereitet.

Am Flughafen

Am Flughafen

Nach der Landung in Auckland und auf dem Weg zum Zoll geht ihr durch ein Tor, das ganz im Maori-Kunststil gestaltet ist. Es besteht nun kein Zweifel mehr: ihr seid in Neuseeland angekommen! Ihr werdet an vielen Körben, sogenannten „amnesty bins“, vorbei kommen und aufgefordert, in diese jegliches Obst und Gemüse zu werfen, da deren Einfuhr nach Neuseeland verboten ist. Und während ihr Vogelklänge und Musik hört, die euch in den Ankunftsgängen begleitet, vergewissert euch lieber noch einmal, ob ihr nicht doch noch irgendwelche Nüsse oder einen Apfel in der Tasche habt, damit ihr nicht unnötig eine Geldstrafe von NZ$400 zahlen müsst.

Tip:  Im Ankunftskorridor werdet ihr Ständer mit Karten von Auckland und auch einem Arrival Magazin finden. Das Magazin besitzt viele Rabatt Coupons, die ihr auf eurer Reise in Neuseeland verwenden könnt. Oder ihr schont die Wälder und ladet euch einfach die mobile App „Arrival Mag“ herunter.

Paßkontrolle

Bei der Paßkontrolle begebt ihr euch am besten in die Reihe mit der Aufschrift “All Passengers” (falls ihr keinen Paß des Commonwealth besitzt), dort zeigt ihr euren Paß und die ausgefüllte Arrival Card. Diese bekommt ihr im Flugzeug oder ihr findet sie auch am Flughafen. Wenn ihr zum Urlaub machen nach Neuseeland gekommen seid, kann es sein, daß ihr bei der Einreise euer Rückflugticket vorzeigen müßt. Solltet ihr zu einem Working Holiday angereist sein, so müßt ihr unter Umständen vorweisen, daß ihr über genügend Geldmittel verfügt, sodaß euer geplanter Aufenthalt finanziell gesichert ist und ihr euch ein Rückflugticket leisten könnt. Ein Kontoauszug genügt. Für die verschiedenen Anforderungen der diversen Visa-Arten findet ihr hilfreiche Tips auf der Webseite des Immigration NZ.

Bei der Einreise werden oft Fragen wie:  „Was habt ihr vor in Neuseeland? Wo werdet ihr wohnen? Wen besucht ihr?“ usw. gestellt. Das ist reine Routine und kein Grund zur Sorge. Solltet ihr etwas nicht verstehen, so bittet den Bediensteten darum, etwas langsamer mit euch zu reden. Das erste Zusammentreffen mit dem neuseeländischen Englisch ist immer eine kleine Herausforderung.

Tip: Die Ankunftskarten gibt es im Internet auf der Webseite des Zoll NZ auch in deutschsprachiger Fassung, die ihr euch vorher ausdrucken könnt. Bedenkt jedoch, daß die deutsche Version nicht als offizielles Dokument anerkannt wird, deshalb muß trotzdem die englische Version ausgefüllt und den Zollbeamten vorgelegt werden.

Nach erfolgreicher Paßkontrolle erhaltet ihr euren Paß versehen mit Stempel und Datum der Ankunft und die markierte Ankunftskarte zurück. Ab diesem Moment seid ihr nun offiziell in Neuseeland! Juhuuu! Aber bevor ihr anfangt zu feiern, erwartet euch noch die Gepäckabholung und die gründliche Biosicherheitskontrolle.

Biosicherheitscheck

Bei der Biosicherheitskontrolle reiht ihr euch in die Warteschlange “other passengers” (falls ihr keinen Commonwealth-Paß besitzt) ein und haltet euch von dort aus wenn möglich ganz rechts, da in diesem Gang die Wartezeit meist am kürzesten ist. Die Biosicherheitskontrolle wird von euch die ausgefüllte Karte verlangen, diese kurz durchsehen und eventuell Notizen dazufügen. Der Beamte der Einwanderungsbehörde wird euch dann wiederum um diese Karte bitten und euch eventuell einige Fragen stellen.

Was darf (nicht) nach Neuseeland eingeführt werden?

Antwortet immer wahrheitsgemäß und solltet ihr euch unsicher sein, besprecht das vorher mit dem Beamten. Denn wenn sich während der Kontrolle herausstellt, daß etwas nicht deklariert wurde, so müßt ihr mit einem Bußgeld von NZ$400 rechnen und dies ist nun wirklich kein guter Start. Seid ihr euch nicht sicher, was nach Neuseeland eingeführt werden darf, so hilft unser Artikel Was darf nach Neuseeland (nicht) eingeführt werden.

Habt ihr Wanderschuhe, Sportausrüstung oder vielleicht ein Zelt dabei, so wird der Beamte euch fragen, ob ihr alles gereinigt habt und sehr oft werden sie dies dann auch überprüfen. Genauso werdet ihr bezüglich mitgebrachter Nahrungsmittel befragt.

Zu guter letzt werden eure Taschen noch durch ein Röntgengerät geschickt und im Zweifelsfall kann es vorkommen, daß ihr den Inhalt eures Gepäcks vorzeigen müßt. Sollte nun sicher sein, daß ihr nichts Verbotenes einführen wollt, habt ihr nun Grund zum feiern, denn jetzt seid ihr wirklich in NEUSEELAND!!!!!

In der Ankunftshalle

In der Ankunftshalle könnt ihr euch gleich eine SIM Karte kaufen. Solltet ihr euch nicht sicher sein, welchen Anbieter ihr wählen sollt, hilft euch unser Artikel Handy und Internet.

Zur Erinnerung: Wenn ihr die Dienste von DeutscheKiwis nutzt, so habt ihr eventuell Anspruch auf eine kostenlose neuseeländische SIM-Karte. Innerhalb von 14 Tagen nach Bestellung schicken wir sie euch an eure Heimatadresse, zusammen mit Anleitung, wie man diese benutzt und online aufladen kann. Sobald ihr in Neuseeland ankommt, könnt ihr wie die Einheimischen telefonieren und online gehen. Überprüft also, ob ihr die Bedingungen für eine kostenlose SIM Karte erfüllt.

Sofern ihr Bargeld benötigt, findet ihr Geldautomaten wie auch Wechselstuben am Flughafen. Denkt jedoch daran, daß der Wechselkurs an den Flughäfen oftmals nicht sehr gut ist.

In der Ankunftshalle findet ihr auch ein Informationsbüro, es nennt sich „iSite“, in dem ihr Pläne für Auckland und weitere nützliche Informationen erhalten könnt.

Der Transport vom Flughafen nach Auckland

Taxi

Nach Verlassen der Ankunftshalle werdet ihr vor dem Flughafen eine Reihe von Taxis sehen. Dies ist wohl die bequemste, aber auch teuerste Methode, den Flughafen zu verlassen. Der Preis vom Flughafen bis zum Stadtzentrum beträgt ca. NZ$75. Solltet ihr dabei in einen Stau geraten, kann es sogar noch mehr werden. Die besten Erfahrungen haben wir mit den weißen „Auckland Co-operative Taxis“ gemacht, die ihren eigenen Standplatz haben.

Eine günstigere Variante in der Kategorie “Taxi” ist der alte Bekannte Uber und für die Abholung am Flughafen werden NZ$4 erhoben. Als Neukunde von DeutscheKiwis bekommt ihr in der Regel einen Rabatt mit dem Promocode “lukasn21”.

Bus

Als günstigste und auch recht schnelle Transportmöglichkeit in die Stadt bietet sich der SkyBus an. Eine Bushaltestelle befindet sich direkt vor dem Ausgang des Ankunftsterminals auf der linken Seite und fährt in den Hauptzeiten alle 10 Minuten ins CBD (Stadtzentrum). Die Fahrt dauert etwa 55 Minuten. Das Ticket könnt ihr online  für NZ$17 oder am Kiosk am Flughafen und direkt beim Busfahrer für NZ$18 kaufen. Bei dem Fahrer könnt ihr nur in bar bezahlen oder mit einer aufgeladenen „AT Hop Card“, dies ist die lokale “Open Card” für den öffentlichen Verkehr. Zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder können zu einem begünstigten Familientarif fahren.

Es gibt auch einen Shuttle-Kleinbus für NZ$33 pro Person, plus NZ$8 für jede weitere Person in der gleichen Gruppe. Weitere Informationen findet ihr auf der Webseite supershuttle.co.nz.

Fliegt ihr direkt weiter in Neuseeland?

Solltet ihr von Auckland aus innerhalb Neuseelands weiterfliegen, durchlauft ihr vorerst den gleichen Prozess wie oben beschrieben, d.h. ihr müßt euer Gepäck vom Band holen und durch Zoll, Gepäck- und Biosicherheitskontrolle bringen. Erst danach könnt ihr euer Gepäck für den Inlandflug neu einchecken. Das Domestic Terminal ist vom Internationalen Terminal ca. 10 Minuten entfernt, ihr könnt den kostenlosen Shuttlebus nutzen, der alle 10 Minuten zwischen den Terminals fährt. Bitte beachtet, daß das Inlandsterminal nachts zwischen 23 Uhr bis 4:30 Uhr geschlossen ist. Deshalb könnt ihr dort nicht auf euren Flug für den nächsten Morgen warten.

Tip: Wenn ihr direkt nach eurer Ankunft in Neuseeland einen Anschlussflug buchen wollt, so sollte dieser mindestens drei Stunden nach eurer geplanten Ankunft abfliegen. Schließlich dauert der gesamte Prozess auf dem Flughafen oftmals länger als erwartet.

Wo kann man am Flughafen übernachten?

Wenn ihr direkt nach Ankunft in der Nähe des Flughafens übernachten wollt,  bietet sich das nahegelegene Ibis Hotel an. Sonstige derzeit verfügbare Hotels in der Nähe des Flughafens findet ihr hier oder über  AirBnB.com .

Solltet ihr noch nicht auf AirBnB.com angemeldet sein, erhaltet ihr über den Link einen Rabatt von ca. NZ$30 für die Servicegebühr bei der ersten Buchung. Manch einer zieht es vielleicht vor, auf einer Bank am Flughafen zu nächtigen, jedoch kann dies etwas laut werden (wir empfehlen daher Ohrstöpsel mitzunehmen!). In der Ankunftshalle des Internationalen Terminals gibt es kostenlose Duschen.

TransferWise: Kostengünstige Transfers zwischen Euro und Neuseeland-Dollar

Ausländische Banküberweisungen sind relativ teuer und können bis zu fünf Arbeitstagen dauern. Daher kann der Einsatz von bankfremden Dienstleistern sinnvoll sein, wenn Geld zwischen Europa und Neuseeland überwiesen werden soll. Derzeitiger Marktführer auf diesem Gebiet ist TransferWise; auch wir benutzen diesen Service regelmäßig. Überweisungen mit TransferWise sind bis zu acht Mal günstiger als herkömmliche Banküberweisungen.

Wie es funktioniert

Bei Überweisungen mit TransferWise zahlst du dein Geld immer in deiner Landeswährung auf das entsprechende Währungs-Konto bei TransferWise ein. Das Geld wird dann in der Zielwährung direkt von TransferWise auf das Auslandskonto gezahlt. Weder der Absender noch der Empfänger müssen Wechselgebühren bezahlen, da ihre Überweisung als Inlandsüberweisung gehandhabt wird. Dem Absender werden lediglich geringe TransferWise-Gebühren und die eventuell anfallenden Inlands-Überweisungsgebühren vom eigenen Konto auf das TransferWise-Konto berechnet.

Was bedeutet das in der Praxis?

Wenn ihr Euro in Neuseeland-Dollar überweisen möchtet, müßt ihr zuvor das Geld für den Überweisungsauftrag an TransferWise zahlen. Das ist per Kartenzahlung, SOFORT, Lastschrift und Banküberweisung möglich. Sobald TransferWise das Geld verbucht hat, wird die Überweisung ausgeführt und der gewünschte Betrag in NZD auf das Konto des Begünstigten in Neuseeland gezahlt. Für diese Transaktionen benötigt TransferWise maximal zwei Werktage, oft geht das Ganze aber auch innerhalb von wenigen Stunden.

Umgekehrt funktioniert das ganze natürlich auch. Wenn ihr einen Betrag in Euro überweisen wollt, sendet ihr NZD von eurem neuseeländischen Bankkonto an TransferWise in Neuseeland. Sobald TransferWise das Geld erhält, wird die Überweisung ausgeführt und der Euro-Betrag vom deutschen TransferWise-Konto auf das Konto des Zahlungsempfängers in Deutschland gezahlt.

Wie erstellt man einen Überweisungsauftrag?

  1. Wenn ihr noch nicht bei TransferWise registriert seid, klickt auf diesen Link.
  2. Wählt auf der angezeigten Seite aus, wie viel EUR ihr in NZD oderl NZD in EUR umrechnen möchtet.
  3. Klickt auf die Schaltfläche Erste Schritte. Im nächsten Fenster werdet ihr aufgefordert, eure E-Mail Adresse sowie ein Paßwort einzugeben, und auszuwählen, ob ihr ein Privat- oder  Geschäftskonto anlegen möchtet. Alternativ kann man sich auch mit Google oder Facebook einloggen.
  4. Als nächstes seht ihr die Details der Transaktion, einschließlich einer Schätzung, wie lange die Überweisung dauern wird sowie Angaben über die Transaktionsgebühr und den Umrechnungskurs. Der Kurs zwischen EUR und NZD ist normalerweise garantiert, wenn euer Geld innerhalb von 24-48 Stunden ankommt. Der Zeitraum, für den der Kurs garantiert ist, wird im Detail der Transaktion angezeigt. Wenn ihr mit euren Einstellungen zufrieden seid, klickt auf Weiter.
  5. Im nächsten Schritt wählt ihr aus, ob ihr eine persönliche oder geschäftliche Überweisung durchführen möchtet und gebt eure persönlichen Daten, eine Telefonnummer und eure aktuelle Wohnanschrift ein.
  6. Wählt dann den Empfänger des Geldes aus und gebt seine Kontonummer ein.
  7. Bestätigt eure Identität mittels Reisepaß, Führerschein oder Personalausweis. Ihr könnt auswählen, ob ihr Dokumente aus Dateien einfügen oder über die Kamera hochladen möchtet. Unter Umständen kann verlangt werden, ein Dokument einzuscannen,  aus dem eure derzeitige Wohnadresse hervorgeht. Eine Telefonrechnung (Festnetz), ein Kontoauszug oder ähnliches sind ausreichend.
  8. Sendet euer Geld an das TransferWise-Konto. Achtet darauf, den Referenzcode (variables Symbol) einzugeben, der euch von TransferWise zugewiesen wurde. Dadurch kann die Zahlung eurem Konto zugeordnet werden. Der Übertragungscode beginnt normalerweise mit einem Buchstaben. Wenn eure Bank nur einen numerischen Referenzcode erlaubt, fügt nur den Zahlencode ein. Der komplette Code mit Buchstaben kann dann in einem separaten Feld vermerkt werden (z.B. Verwendungszweck)

Tip am Ende: Als registrierte Benutzer könnt ihr eure Freunde dazu einladen, diesen Service zu benutzen. Wenn drei eurer Freunde ihre erste Transaktion im Wert von über 200 GBP (ca 225 EUR) gemacht haben, erhaltet ihr 50 GPB (ca 57 EUR). Dieser Betrag kann auf euer Bankkonto in jedem beliebigen Land überwiesen werden.

Rückflug von München und Berlin nach Melbourne ab 605 Euro

Nutzt jetzt die aktuellen Sonderangebote für Flüge mit China Southern Airlines von München und Berlin nach Melbourne für 605 Euro! Verfügbar sind überwiegend Abflugstermine im November 2018, und wir kümmern uns um den Anschlußflug von Melbourne nach Neuseeland und zurück.

Die Reise muß innerhalb von vier Monaten nach Reiseantritt beendet werden. Im Ticketpreis inbegriffen sind 2x23kg aufgegebenes Gepäck. Das Angebot ist bis zum 28. Juni gültig.

Online Buchung

  • Berlin – Melbourne von 613 Eur
  • München – Melbourne von 605 Eur

Ticketanfrage

Solltet ihr eine Flugbuchung über uns vornehmen, bieten wir euch darüber hinaus günstige Preise für Auto- oder Wohnmobilvermietungen an.

 

Sicherheit bei Bergwanderungen

Neuseelands reizvolle Natur und vielfältige Fauna zieht jährlich Tausende von Touristen an. Bevor ihr euch auf den Weg macht, Aotearoas wilde Landschaft und euren Aufenthalt im Freien in vollen Zügen zu genießen, solltet ihr euch mit fünf einfachen Outdoor-Sicherheitsregeln vertraut machen. Die meisten Zwischenfälle und unerfreulichen Ereignisse können durch gute Planung und realistischer Selbsteinschätzung vermieden warden. Vergeßt nicht, daß eure Sicherheit allein in eurer Verantwortung liegt. Seid euch daher eurer mentalen und physischen Grenzen bewußt.

Bei einer Bergwanderung in Neuseeland kann es leicht vorkommen, daß man die Gegebenheiten falsch einschätzt. Bei schönstem Wetter startet ihr von einem vollen Parkplatz aus und habt das Gefühl, daß ihr die ganze Tour in Shorts und T-Shirt bewältigen könnt und unterwegs viele andere Leute treffen werdet. Diese Annahme kann schnell zum Verhängnis werden, denn das Wetter ändert sich in Neuseeland extrem schnell und unvorhersehbare Umstände können dazu führen, daß die Wanderung viel länger dauert als erwartet.

Ein schöner Tag auf der Wanderung …
… kann sich plötzlich in einen Alptraum verwandeln, wenn ihr nicht angemessen ausgerüstet seid.

Obwohl wir unsere Wanderungen immer gründlich geplant haben, hatten wir dennoch einige Situationen außerhalb unserer Komfortzone zu meistern. Während unserer Wanderung am Mount Taranaki verschlechterte sich das Wetter erheblich, und ein Mitglied unserer Gruppe hatte mit gesundheitlichen Probleme zu kämpfen. Als Folge dessen kamen wir erst bei Dunkelheit und im Schneesturm in unserer Übernachtungs-Hütte an. Die ganze Nacht über haben wir gehofft, daß die Hütte den Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h standhalten würde. Bei einer weiteren Wanderung zwang uns heftiger Dauerregen nach zwei Tagen umzukehren. Wir mußten sogar ein Jetboot rufen, um dem schnell ansteigenden Hochwasser zu entkommen.

Wir wollen euch durch diese Erfahrungsberichte darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, sich auf die Touren gründlich vorzubereiten und sich mit den örtlichen Bedingungen vertraut zu machen.

Denkt daran, daß das Wetter und andere unvorhersehbare Umstände einen großen Einfluß auf eure Tour haben können und seid bereit, mit Krisensituationen umzugehen. Wenn ihr euch an die folgenden fünf Regeln haltet, könnte das im Notfall euer Leben und das eurer Freunde retten.

1. Plant die Wanderung im Voraus

Erstellt einen Zeitplan für eure Route und stellt fest, wie viel Zeit euer Trip in Anspruch nehmen wird.

Fragt Einheimische oder informiert euch im Internet über die aktuelle Situation und eventuelle Einschränkungen. Gebirgsrouten können gesperrt, Hänge abgerutscht, Hütten entfernt und Brücken überflutet sein. Besucht die DOC-Webseite oder das lokale Informationszentrum, um aktuelle Auskünfte zu erhalten.

Wählt eure Route entsprechend den Möglichkeiten, Fähigkeiten und Erfahrungen des am wenigsten kompetenten Mitglieds eurer Gruppe – seid dabei unbedingt realistisch. Und begebt euch auf gar keinen Fall alleine auf eine Wandertour!

Bevor ihr euch auf den Weg macht, stellt euch folgende Fragen: Bin ich auf alle möglichen Situationen vorbereitet? Habe ich eine topographische Karte der Gegend gesehen? Welche Navigationskenntnisse brauche ich? Wohin gehen wir und in welche Richtung? Wer kommt mit? Wie lange wird es dauern? Besteht die Gefahr von Lawinen auf dieser Route oder muß ein Fluß überquert werden? Brauche ich die Erlaubnis, ein Gebiet auf dieser Route zu durchqueren? Was sollten wir mitnehmen?

2. Teilt jemandem eure Pläne mit

Setzt jemanden von eurer Route und eurem Zeitplan in Kenntnis. Laßt denjenigen wissen, wann er Hilfe rufen muß, falls ihr nicht wie geplant zurückkommt. Das kann Leben retten.

Informiert ihn über das Datum der zu erwarteten Rückkehr, eure Kontaktdaten, die Registrierungsnummer eures Fahrzeuges und wo ihr parken werdet, eure geplante Route, die Hütten, in denen ihr übernachten wollt und die Ausrüstung, die ihr mitnehmt. Wenn ihr euch in einer Notlage befindet, die einen Rettungseinsatz erfordert, werden die Helfer so besser wissen, wo sie suchen und wie sie helfen können. Je mehr Details ihr hinterlaßt, desto besser.

Aus diesem Grund ist es auch von Vorteil, eure Pläne in die ‚Intentionsbücher‘ zu schreiben. Diese sind in jeder DOC-Hütte auf den offiziellen Trecks plaziert. Dokumentiert euren Besuch und weitere Pläne im Buch, auch wenn ihr nicht in der Hütte bleibt. Für den Fall, daß ihr euch verirrt, wird es so für das Rettungsteam einfacher sein, nachzuvollziehen, wo ihr wart und wohin eure nächste Etappe gehen sollte.

Bitte denkt immer daran, eure Kontaktperson unverzüglich über die Rückkehr von eurer Tour zu informieren.

Wenn eine Person vermißt wird, ruft 111 an und bittet die Polizei um Hilfe.

Ausführliche Anleitungen und Hilfen zur Erleichterung des gesamten Planungs-Prozesses findet ihr bei AdventureSmart.

3. Beobachtet das Wetter

Das Wetter in Neuseeland kann oft sehr unberechenbar sein und hat großen Einfluß auf die notwendige Ausrüstung bei Wanderungen in der Natur. Ein anfangs schöner und leicht zu bewältigender Ausflug bei gutem Wetter kann sich plötzlich in eine körperlich und mental anspruchsvolle Tour verwandeln, wenn das Wetter regnerisch und kalt wird. Das ist oft eine Frage von nur wenigen Augenblicken. Starker Wind, weicher Schnee oder ein anschwellender Fluß können dazu führen, daß man von der Route abweichen muß. Achtet immer auf die Wettervorhersage und seid auf einen Wetterumschwung vorbereitet. Metservice ist eine gute Informationsquelle für aktuelle Wettervorhersagen, Sturm- und Gewitterwarnungen sowie andere Wetterhinweise.

Es ist ebenso wichtig, sich darüber bewußt zu sein, daß Lawinenabgänge jederzeit auftreten können. Informiert euch über die Gefahren beim Wandern in Lawinengebieten und lernt, wie man sich bei einem Lawinenabgang verhalten muß. Für weitere Informationen über Lawinen besucht www.avalanche.net.nz.

Überprüft die Wettervorhersage, seid auf extreme Wetteränderungen eingestellt und denkt daran, daß schon mäßiger Niederschlag die Flüsse schnell anschwellen lassen kann. Wenn sich das Wetter verschlechtert, solltet ihr auch eine Umkehr in Betracht ziehen. Dabei sollte sich die Gruppe wieder nach der Ansicht des vorsichtigsten Tour-Teilnehmers richten.

4. Die eigenen Grenzen erkennen

Kennt und akzeptiert eure eigenen Grenzen und die eurer Gruppe. Plant neue Herausforderungen nur innerhalb eurer physischen Möglichkeiten und Erfahrungen. Das DOC weißt ihre Wanderrouten nach Schwierigkeitsgrad aus, die ein unterschiedliches Maß an körperlicher Fitneß und Erfahrung erfordern. Wenn ihr eine Route auswählt, seid realistisch.

Wenn ihr abseits der markierten Wege durch die Wildnis laufen wollt, müßt ihr nicht nur sehr erfahren sein, sondern auch über eine hervorragende körperliche Fitneß verfügen. Wollt ihr euch weitergehendes Wissen aneignen? Dann besucht die Mountain Safety Webseite des DOC oder meldet euch für einen Kurs an, in dem ihr lernt, in der Wildnis erste Hilfe zu leisten, mit gefährlichen Situationen umzugehen und zu überleben. Lernt die Regeln für das Durchqueren neuseeländischer Flüsse. Lest die Mountain Safety Publikationen. Lernt die Ursachen und Symptome von Hypothermie zu erkennen und zu behandeln. Reist mit erfahrenen Leuten und lernt von ihnen oder engagiert einen Führer.

Tretet einem Tramping- oder Kletterclub bei und nehmt an deren Ausflügen teil. Schaut euch die Webseiten des Federated Mountain Club an.

Wenn ihr in die neuseeländische Alpenregion reist, benötigt ihr spezielle Ausrüstung und Fähigkeiten. Erkundigt euch bei lokalen Experten, bevor ihr euch auf einen alpinen Ausflug begebt, oder überlegt euch, einen Führer der NZ Mountain Guide Association zu engagieren.

5. Führt ausreichend Vorräte mit euch

Stellt sicher, daß ihr ausreichend Lebensmittel, Kleidung und Ausrüstung dabei habt, einschließlich zusätzlicher Mahlzeiten für den Notfall. Vergeßt nicht, ein geeignetes Kommunikationsmittel mitzuführen und seid euch darüber bewußt, daß die Mobilnetze in abgelegenen Gegenden nicht funktionieren. Abhängig von euren Plänen solltet ihr einen persönlichen GPS-Lokalisierer, ein Funkgerät oder ein Satellitentelefon mieten. Weitere Informationen zu diesen Kommunikationshilfen findet ihr unter Mountain Safety.

Führt zu jeder Jahreszeit funktionale, warme und wasserdichte Kleidung mit euch; einschließlich Regenjacken, Mützen, Handschuhen, schnelltrocknende Kleidung, Thermoschutz und Wanderschuhe.

Nehmt immer eine Karte und einen Kompaß mit, sowie ein kleines Survival-Kit und Erste-Hilfe-Medikamente. Gruppenräume in den Hütten, die nicht im Voraus gebucht werden müssen, können möglicherweise komplett belegt sein. Richtet euch darauf ein und nehmt eine Decke oder einen Schlafsack mit, damit ihr nicht auf dem blanken Boden schlafen müßt.

Empfohlene Lebensmittel für Wandertouren sollten folgendes beinhalten:

  • Geringes Gewicht und kurze Garzeit – getrocknetes Gemüse, Trockenmilch usw. Entfernt immer die überschüssigen Verpackungen.
  • Hoher Energiewert – Lebensmittel sollten Proteine, Fette und Kohlenhydrate im Verhältnis 1: 1: 4 enthalten:
    1: Protein: Fleisch, Käse, Eier, Trockenmilch.
    1: Fette: Käse, Schokolade, Butter, Speck, Salami.4: Kohlenhydrate: Zucker, Gebäck, Müsli, Reis, Süßigkeiten, Trockenfrüchte.

Da Bergwandern eine höchst energieverbrauchende Sportart ist, empfiehlt es sich, Snacks wie Kekse, Nüsse, Rosinen, Süßigkeiten, Schokolade usw. mitzunehmen. Denkt auch an die Notfallversorgung – hier eignen sich Suppen, Nudeln, Sardinen, getrocknete Früchte und Kekse. Nehmt eine Mahlzeit mit, die nicht gekocht werden muß.

Vergeßt auch nicht, Tee, Kaffee und Kakao einzupacken. Nehmt Wasser mit, wenn ihr zu Orten fahrt, an denen es keine natürliche Quellen gibt. Besonders wenn ihr in Weidegebieten wandert oder nach starken Niederschlägen, ist es ratsam, das Wasser abzukochen, zu filtern oder mit Wasserreinigungstabletten zu purifizieren. Wir reinigen unser Wasser mit der SteriPen UV-Lampe, die ihr zum Beispiel bei Amazon, bei steripen.de oder in den meisten neuseeländischen Outdoor-Läden findet.

Für weitere Informationen, besucht www.adventuresmart.org.nz und natürlich die DOC-Seite.

Tip: Das NZ Mouintain Safety Council für Outdoor-Sicherheit hat ein interessantes Video erstellt, um an die oben genannten Sicherheitsregeln in freier Natur zu erinnern.

 

Kartenzahlung und Barabhebung in Neuseeland

Neuseeländer lieben bargeldloses Zahlen und man kann fast überall im Land per Karte bezahlen. Wir haben gesehen, daß Leute selbst Spenden für karikative Zwecke bei Straßensammlungen bargeldlos tätigen. Sogar Zahlungen von 1-Dollar-Beträgen per Karte sind normal.

 Es gibt jedoch Ausnahmen:

  • Einige Geschäfte akzeptieren gar keine Bezahlung per Kreditkarte oder haben einen Mindestbetrag für Transaktionen von 10 NZD festgelegt.
  • In Bussen des öffentlichen Nahverkehrs, bei einigen Ständen auf Bauernmärkten (vor allem in den kleineren Städten), für Kassen des Vertrauens beim Kauf landwirtschaftlicher Produkte und auf Campingplätzen des DOC werdet ihr weiterhin Bargeld benötigen.

Auswahl des richtigen Kontos bei Kartenzahlungencardpayment_nz

In den meisten Fällen wird man während der Kartenzahlung aufgefordert, die Art des Kontos auszuwählen, von dem man bezahlen möchte (mit Ausnahme der kontaktlosen Zahlungen). Die Auswahlmöglichkeiten sind CHQ (Cheque), SAV (Saving) und CR (Credit).

CHQ ist die Bezeichnung für ein Girokonto, CR wird bei der Zahlung per Kreditkarte oder ausländischen Karten verwendet. SAV bietet Zugriff auf weitere Konten, wie zum Beispiel ein Sparkonto. Dies muß allerdings von der Bank zuerst aktiviert werden.

Tipp: Wenn der Händler Kreditkarten-Zahlungen erlaubt, solltet ihr beim Bezahlen mit einer ausländischen Karte immer die Option CR wählen, da die Optionen CHQ und SAV bei Karten aus dem Ausland manchmal abgelehnt werden, selbst wenn es sich dabei um eine Debitkarte handelt. 

Gebührenfreie Bargeldabhebung ohne Geldautomat

In Neuseeland gibt es viele Möglichkeiten, Bargeld per Karte  abzuheben, auch wenn kein Geldautomat in der Nähe ist. Die meisten Supermärkte, Cafés und Tankstellen bieten kostenlose Barauszahlungen an. Sagt einfach vor der Bezahlung eurer Waren an der Kasse, wieviel Bargeld ihr ausgezahlt haben wollt. Man fragt einfach nach zusätzlichem “Cash Out”

EFTPOS, Visa payWave und MasterCard PayPass

In Neuseeland werdet ihr oft den Begriff EFTPOS hören, wenn es ans Bezahlen geht. EFTPOS ist die Bezeichnung für Debitkarten und Zahlungsterminals, vergleichbar mit dem deutschen EC/Maestro-Karten-System. Der Name leitet sich vom lokalen Verarbeitungssystem für den Zahlungsverkehr, Electronic Funds Transfer at Point of Sale, ab. 

Immer öfter sieht man in Neuseeland auf Kartenlesegeräten das Symbol für kontaktloses Bezahlen. Wenn auf eurer Karte ebenfalls dieses Symbol abgebildet ist, könnt ihr bis zu einem Wert von 80 NZD ohne Unterschrift oder Eingabe der PIN-Nummer bezahlen. Ist man im Besitz eines neuseeländischen Bankkontos, kann man sogar bargeldlos mit dem Handy bezahlen, nachdem man die bankeigene App installiert hat.

Steuererklärung und -Rückerstattung

Wenn eine Steuerklärung in Neuseeland bevorsteht, wirft das immer viele Fragen auf: Habe ich Anspruch auf eine Erstattung meiner bezahlten Steuern? Wie beantrage ich eine Rückzahlung? Wir liefern eine detaillierte Anleitung auch für all die, die Neuseeland vor dem Ende des Steuerjahres verlassen.

Das Steuerjahr in Neuseeland beginnt am 1. April und endet am 31. März. Allein die Tatsache, daß das Steuerjahr in Neuseeland im Vergleich zu Deutschland um drei Monate verschoben ist, mag für viele verwirrend sein. Auch wenn man es von Deutschland gewohnt ist, seine Steuererklärung bis zum 31. März einzureichen, so besteht in Neuseeland weniger Eile. Wichtig: Ihr könnt die Rückerstattung des Steuerzuschlags erst nach Ablauf des Steuerjahres beantragen, in der Regel bis Mai. Wenn ihr Neuseeland noch vor dem Ende des Steuerjahres verlaßt, dann lest den Artikel, wie ihr euch früher bewerben könnt.

Wenn ihr im Steuerjahr außer den Lohnzahlungen eures Arbeitgebers keine weiteren Einkünfte über NZ$200 hattet, müßt ihr keine Steuererklärung abgeben. Ihr könnt eure Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung (dem sogenannten IR3) überprüfen, indem ihr das Verfahren im folgenden Abschnitt befolgt und überprüft, ob ihr Anspruch auf eine Rückerstattung der zuviel bezahlten Steuern habt .

Wenn ihr nur einen Teil des Steuerjahres in Neuseeland verbracht habt, nicht das ganze Jahr gearbeitet habt oder euer jährliches Einkommen weniger als NZ$48.000 betrug, ist es sehr wahrscheinlich, daß ihr etwas Geld zurückbekommt.

In Neuseeland gibt es viele Agenturen, die Hilfe bei der Steuererklärung anbieten. Der ganze Prozess ist aber so einfach, daß es nicht nötig ist, die Rückerstattung mit einer Agentur zu teilen.

Steuerrückerstattung nach Ende des Steuerjahres

Das Antragsverfahren hängt davon ab, ob ihr das gesamte Steuerjahr oder nur einen Teil davon in Neuseeland verbracht habt.

Wenn Ihr das gesamte Steuerjahr in Neuseeland verbracht habt:

Für diejenigen, die nicht gerne lesen und viel lieber den neuseeländischen Akzent hören, ist hier das offizielle Video der Inland Revenue:

Wollt ihr noch mehr Einzelheiten erfahren, dann lest hier weiter:

  • Wie das Video sagt, könnt ihr ab Mitte Mai unter myIR auf der Webseite des Inland Revenue eine Steuerrückerstattung beantragen . Wenn ihr noch kein Konto erstellt habt, müßt ihr euch zuerst registrieren. myIR wird euch dies Schritt für Schritt erklären.
  • Klickt nach dem Anmelden im Bereich Kontoinformationen auf die Schaltfläche “Geld zurück?”. Das Ausfüllen des Formulars ist relativ einfach. 

Folgendes solltet ihr wissen:

  • Wenn ihr in Neuseeland ein Sparkonto habt, lautet die richtige Antwort “Ja” auf die Frage “Sind ihnen irgendwelche Zinsen aus Neuseeland ausgezahlt oder gutgeschrieben worden?” Eine Aufstellung der erhaltenen Zinsen (und der bereits abgezogenen Quellensteuer) ist in der Regel im Online Banking zu finden. Im allgemeinen laden die Banken diese Dokumente in der zweiten Aprilhälfte hoch. Bei der ANZ finden sich diese zum Beispiel im Bereich Dokumente -> Dokumentart -> Steuerbescheinigungen.
  • Im fünften Schritt des Formulars erfahrt ihr, ob ihr Anspruch auf eine Rückerstattung habt . Wenn dies der Fall ist, klickt auf „PTS anfordern“ (PTS bedeutet Personal Tax Summary).  Dieses ermöglicht es, die Steuer für dieses Jahr auf der Grundlage der vorhandenen Informationen zu berechnen. Nachdem ihr eine PTS-Anfrage abgesandt habt, könnt ihr eine Kopie der Anfrage abspeichern.  Danach erfahrt ihr, wann IRD den Antrag bearbeiten wird – normalerweise dauert dies bis Mitte Juni. 

       Im Juni solltet Ihr euch dann erneut bei myIR einloggen, die PTS überprüfen, bestätigen und eine Rückerstattung der zuviel bezahlten Steuern beantragen. Euer Geld wird innerhalb weniger Werktage auf eurem Konto eintreffen.

  • Für die meisten Leute funktioniert das alles recht problemlos, aber Fehler können auch in Neuseeland passieren. Solltet ihr also zu lange warten müssen, zögert nicht, bei IRD direkt nachzufragen.

Wenn ihr nur für einen Teil des Steuerjahres in Neuseeland gewohnt habt

Diese Kategorie trifft auf die meisten zu, die auf einem Working Holiday unterwegs sind und während des Steuerjahres in Neuseeland eintreffen. Der Prozess ist ein wenig komplizierter. 

Ihr müßt das Steuerformular IR3 für das Steuerjahr April 2017 – März 2018 ausfüllenDieser Leitfaden hilft euch beim Ausfüllen.
Die Frist für die Einreichung des Antrages ist der 7. Juli 2018.  

Es ist um vieles einfacher, das Formular bis Ende Mai auszufüllen, und im nächsten Abschnitt werden wir euch die Gründe dafür erklären:

  • Wenn ihr in Neuseeland ein Sparkonto habt lautet die richtige Antwort wiederum “Ja” auf die Frage “Sind ihnen irgendwelche Zinsen aus Neuseeland ausgezahlt oder gutgeschrieben worden?” Wie bereits erwähnt, könnt ihr eine Aufstellung der erhaltenen Zinsen (und der bereits abgezogenen Quellensteuer) in der Regel im Online Banking finden. Im allgemeinen laden die Banken diese Dokumente in der zweiten Aprilhälfte hoch. Bei der ANZ finden sich diese zum Beispiel im Bereich Dokumente -> Dokumentart -> Steuerbescheinigungen.
  • Die ausgefüllte IR3 müßt ihr zusammen mit Quittungen und Bescheinigungen über bezahlte Steuern einsenden. Wenn ihr angestellt wart, muß der Arbeitgeber Informationen der Lohnzahlungen bis zum 20. des Folgemonats bei Inland Revenue melden. Ihr könnt eine zusammenfassende Aufstellung direkt von der myIR Seite drucken, somit erspart ihr das Kopieren der Lohnbestätigungen. 

Es besteht keine Eile, den Antrag vor dem 20. April auszufüllen, da Arbeitgeber bist zu diesem Datum Zeit haben, Informationen der Lohnzahlungen, die im März erfolgt sind, an das Finanzamt weiterzuleiten.

Die Bearbeitung des IR3 beim Inland Revenue dauert ungefähr 8 bis 10 Wochen.

Ich verlasse Neuseeland, möchte aber vor dem Ende des Steuerjahres meine Steuer zurückerstattet bekommen

Wenn ihr Neuseeland verlaßt, möchtet ihr wahrscheinlich nicht bis zum Ende des Steuerjahres warten, die Steuerrückerstattung zu erhalten. 

Auch hier könnt ihr per IR3-Formular eine Steuererklärung einreichen, das ihr auf der Homepage der Inland Revenue findet.

Der Ablauf dieses Prozesses klingt ein wenig umständlich, da man das Formular leicht abändern muß:

Möglicherweise ist das Formular IR3 für das Steuerjahr, in dem ihr abreist, noch nicht verfügbar. Wählt daher das zu dem Zeitpunkt neueste Formular (z.B. wenn ihr am 30. Dezember 2017 abreist, dann gilt das Formular für den Zeitraum 2016/2017). Ihr könnt problemlos das vorgedruckte Datum korrigieren und den tatsächlichen Zeitraum eintragen. Im Falle des oben genannten Beispiels wäre dies 1. April 2017 – 30. Dezember 2017.

Zusammen mit der ausgefüllten IR3 müßt ihr folgendes einreichen:

  • Dokumente mit Quittungen und Bescheinigungen über bezahlte Steuern. Wenn ihr angestellt wart, muß der Arbeitgeber dies am 20. des Folgemonats, nachdem die Bezahlung erfolgt, beim Inland Revenue melden. Ihr könnt eine zusammenfassende Aufstellung direkt von der myIR Seite drucken, somit erspart ihr das Kopieren der Lohnbestätigungen. 
  • eine Kopie eures Neuseeland-Tickets
  • neue Kontaktadresse

Die Bearbeitung bei Inland Revenue dauert 8-10 Wochen .

Wenn euch dies zu umständlich erscheint und ihr keine Eile habt, könnt ihr bis zum Ende des Steuerjahres warten und, wie bereits oben beschrieben, die Überzahlung elektronisch über myIR beantragen.